Via Francigena by Paul Perry

Dienstag, 4. November 2014

Via Francigena by Paul Perry


Ein warmer sonniger Herbsttag in der Toskana war der perfekte Zeitpunkt für unsere Pilgerreise aufder Via Francigena. Mit dem Auto fuhren wir zwanzig Minuten vom Chianti zum Parkplatz nach Abbadia d’Isola, um dort unseren einheimischen Tour Guide zu treffen. Ingo, unser Wanderführer, erwartete uns dort, als wir ankamen. Wir stiegen in den bereitgestellten Minibus und fuhren zu unserem Ausgangspunkt nach Castello della Chiocchiola.

Ingo hatte an alles gedacht und für jeden von uns eine gekühlte Flasche Wasser vorbereitet. Er nahm seinen Rucksack (in dem er, wie ich vermute, nützliches Werkzeug und eine Notfallausrüstung hatte) und wir brachen auf auf einem staubigen Weg Richtung Wald.

Das Wetter war wunderbar warm und ich freute mich auf die bevorstehende Wanderung. Ingo begann uns einiges über die Pilgerreise und ihre Geschichte zu erzählen. Und hier ist etwas davon, was ich gelernt habe.

Die Route der Via Francigena beginnt in Canterbury in U.K. (wo ich etwa 20 Meilen davon entfernt zu Hause bin) und führt weiter durch Frankreich, die Schweiz und hinunter durch Italien bis nach Rom.

Ich habe zwar gesagt, dass der Start der Pilgerroute in Canterbury ist, doch das ist nicht 100% korrekt. Die Anfangspunkte entlang der Strecke variieren je nach dem woher Sie kommen, es wird von Ihnen nicht erwartet, in Canterbury zu starten, wenn Sie in Frankreich leben.

 Der Erzbischof Sigerich der Ernste machte und dokumentierte die Pilgerreise selber im Jahre 990 und wurde so zur selbsternannten Autorität auf diesem Gebiet und deshalb ist der inoffizielle Startpunkt Canterbury in Kent.

Die Strecke hat sich seit dem Mittelalter nicht sehr verändert, aber durch die Modernisierung und dem Bau neuer Straßen etc. mussten einige Umwege gemacht werden. Doch dadurch erschließt sich einem eine Fülle von unberührter toskanischer Landschaft und Waldwegen, die sich im Laufe der Zeit wenig verändert haben.

Der Weg führte uns durch einen Mischwald, weite Ebenen und entlang gewundener weißer Straßen. Gute Wanderschuhe sind unverzichtbar, da die Wege oft voll Schotter und loser Steine sind, auf denen ich einige Male ausrutschte. Wenn Sie planen, diese Strecke mit dem Fahrrad zu fahren, rate ich Ihnen Schutzkleidung anzuziehen und das nur zu machen, wenn Sie darin sportliche Erfahrung haben.

Nach etwa zwei Stunden Wanderung kamen wir zu einer Lichtung im Wald, von der man über das Tal bis zur majestätischen Stadtmauer von Monteriggioni schauen kann. Ingo erzählte uns, dass diese mittelalterliche Stadt der Schauplatz einer Belagerung und eines Kampfes zwischen den Florentinern und den Sienesen gewesen ist. Dies ist auch weltbekannt durch das Computerspiel „Assassins Creed“. Doch nach meiner Rückkehr nach Großbritannien wurde ich von meinem Sohn im Teenager Alter belehrt, dass es in Assassins Creed 2 umgesetzt wurde!

Wir setzten unseren Weg nach Monteriggioni fort und kamen in die Stadt durch eines der ursprünglich befestigten Tore. Monteriggioni ist eine charmante kleine Stadt mit einigen Bars und Andenkenläden. Wir saßen auf der Piazza mit unseren kühlen Getränken und genossen die Atmosphäre einer vergangenen Zeit. Während wir dort ausruhten und uns unterhielten wurden wir Andrea, dem Eigentümer des Tour Unternehmens vorgestellt (biketourandrea@gmail.com), der kam, um uns zu begrüßen.

Nach dieser dringend benötigten Rast und einer schnellen Tour durch die alte Stadt, war es Zeit, diesen pittoresken Platz und all seine Geschichte zu verlassen. Der Weg zurück dauerte ungefähr eine Stunde, da wir eine kürzere Strecke als auf dem Hinweg nahmen. Entlang des Weges sammelten wir einige rötliche Beeren, die an den Hecken am Weg wuchsen und wir fühlten uns jetzt im Geist wie die damaligen Pilger.

Als die Sonne langsam über der Toskana unterging erreichten wir wieder unseren Minibus. Ingo fuhr uns zurück zu unserem Auto und nach langem Händeschütteln und Lachen sagten wir Auf Wiedersehen und kehrten zurück zu unserer Villa und zu einem dringend benötigten Glas wunderbaren Chianti Weins.

Ich habe eine Menge interessanter Fakten rund um die Via Francigena gelernt, die ich bewusst bei meinem Bericht ausgelassen habe. Wenn Sie das auch wissen wollen, was ich jetzt weiß, dann sollten Sie diese Pilgerreise selbst machen (vielleicht nicht von Canterbury aus!). Sagen Sie Ingo einen schönen Gruß von mir!

Paul Perry

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