Fahrradtour in der Toskana

Donnerstag, 21. Mai 2015

Fahrradtour in der Toskana
 

Geschrieben von Campbell Reid (22/05/2015)

 
Als die steilen Anstiege in den Waden zu beißen beginnen, erhebe ich mich aus meinem Sattel und versuche meine Geschwindigkeit zu halten. Aber das hintere Rad meines Fahrrads dreht durch und ich verliere die Bodenhaftung, also setzte ich mich wieder und versuche, weiter zu fahren. Es ist mein erster Morgen in der Toskana und ich habe die wichtigste Grundregel des Radfahrens auf den Strade Bianchi, den weißen Schotterstraßen, die diese legendäre Fahrrad Region durchziehen,  vergessen.
 

Es ist ein verständliches Aussetzen der Konzentration, da meine Augen ständig über die Weinberge schweifen, die sich stufenförmig an den Bergrücken erstrecken, an denen ich entlang fahre. Das ist die Landschaft des Chianti und ich bedauere die Flasche Wein letzte Nacht, da meine Beine vor Anstrengung stechen. Ich rolle den Hügel hinunter, suche den weichen Asphalt und fahre nach Gaiole in Chianti.
 

Ich bin hier, um Sean zu treffen, den Eigentümer von To Toskana, der Ferienhaus Vermietungsfirma, wo ich auch wohne. Er ist ein begeisterter Radfahrer und in Begleitung seines Freundes Brett starten wir zu einer Spritztour über die hügeligen Straßen dieser Region. Unser heutiges Ziel ist Castellina in Chianti, wo mir das beste Eis der Toskana versprochen wurde.
 

Wir verlassen Gaiole in der klaren Frühlingsluft und schon bald beginnt der Anstieg mit einem gleichmäßigen zügigen Tempo. Die glatte Straße windet sich in Kurven bergauf und wir fahren an wogenden Feldern und noch kahlen Wäldern vorbei, nur wenige Wochen bevor die Natur hier in üppiger Farbenpracht explodiert. Wir erklimmen den Hügel und unser privates Rennen beginnt, als Sean und Brett wie die Teufel hinunterrasen, dank ihrer Fitness und Ortskenntnis.

 
Die Leute kennen ihre Fahrradrouten hier. Die lokalen Helden sind ein Who’s Who der professionellen Radfahrer – Bartalli, Bettini und Cipollini. Einige aktuelle Profis kommen aus dieser Region. Es ist jedoch die L’Eroica, das Klassik-Fahrrad Event, das immer mehr Menschen anzieht und der Toskana internationale Schlagzeilen beschert, das die Epoche der alten Stahlesel, wollenen Trikots und die Strade Bianchi feiert. Gaiole ist seine geistige Heimat – dort gibt es einen Laden, der voll ist von Erinnerungsstücken und neu interpretierten historischen Rennklamotten von De Marchi.

 
Die Straße nach Castellina ist ein kurvenreicher 7km langer Anstieg. Sean fährt zügig voran, während Brett und ich in unserem eigenen stetigen Rhythmus vorankommen. Durch die Baumlücken kann ich einen kurzen Blick werfen auf die vielen Weinberge in der Ebene, die sich nördlich und westlich erstrecken, bis wir, Gott sei Dank, endlich Sean erreichen auf der Spitze des Hügels mit einem wundervollen Blick und dem Ausblick auf das versprochene Eis.
 

Eine Wagenladung amerikanischer Touristen zieht vorbei und wir plaudern über die grandiose Landschaft. Selfies werden gemacht und sie sind wieder zurück in ihrem Auto, weil sie zweifellos einen Zeitplan einhalten müssen. Ich beneide sie nicht: zwei Räder sind schlicht und einfach der beste Weg, diese traumhafte Gegend zu erleben. Und das Eis? Jeden Meter des Aufstiegs wert!

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